Jürgen Vietor

Landshut-Entführung 1977 – Der Irrflug Richtung Süden

Der Kopilot der 1977 entführten Lufthansamaschine „Landshut“ Jürgen Vietor berichtet von der schwierigen Suche nach Landeplätzen. Viele Regierungen wollen verhindern, in die Flugzeugentführung verwickelt zu werden und schließen ihre Flughäfen. Nach teilweise schwierigen Landemanövern werden die Piloten mehrfach gezwungen, nach kurzer Betankung wieder abzuheben. Die Lufthansa-Maschine „Landshut“ wird am 13.10.1977 auf dem Flug von Palma de Mallorca nach Frankfurt a. M. von palästinensischen Terroristen entführt. Sie unterstützen mit der Aktion die deutschen Entführer des Arbeitgeberpräsidenten Hans Martin Schleyer, der seit September 1977 in deren Gewalt ist. Das Ziel ist die Freipressung inhaftierter Mitglieder der linksterroristischen Vereinigung RAF. Nach einem Irrflug über den Nahen Osten bis nach Afrika kann das Flugzeug am 18.10.1977 im Mogadischu (Somalia) durch die Spezialeinheit der Bundespolizei GSG 9 befreit werden. Copyright: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Zeitzeuge
Jürgen Vietor
Geburtsjahr
1942
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